(Post)Strukturalismus


Der Poststrukturalismus hatte seinen Höhepunkt von den 1960er bis in die 1980er Jahre. In diesem Zeitraum entstand in den westlichen Industrieländern eine neue Lesart der Werke von Karl Marx. Die Kritik der neuen Linken richtete sich gegen den dogmatischen Marxismus, wie er durch die Einheitspartei der KPdSU praktiziert worden ist.
Das poststrukturalistische Vokabular ist nicht das einer großen revolutionären Geste, sondern die Möglichkeit kleine Veränderung und Verschiebungen zu provozieren. Damit stand das Denken der Poststrukturalisten in Widerspruch zum linken Denken, dass in den Kategorien von Haupt- und Nebenwidersprüchen dachte und im Basis-Überbau-Modell feststeckte. Mit ihm eröffnen sich jedoch neue Antworten auf die Frage nach dem Subjekt und der Subjektivierung, nach der Rolle von Staat und Staatsapparaten, nach dem Verhältnis von Macht und Wissen sowie dem Problem der Herrschaft. Zudem wird in dieser Einführung auch nach der Wirkungsgeschichte und deren aktuellen Bezüge gefragt.

Kommentar schreiben

 Name

 E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht)

Spam-Code
Erneut laden

Cover

Oliver Opitz

Opitz, Oliver:
(Post)Strukturalismus
Philosophie und Politik eines Experiments
1. Auflage
200 Seiten, kartoniert
ISBN 3-89657-651-8

Titel erscheint nicht


| |