Utopie


In Zeiten der Krise nimmt das Interesse am utopischen Denken, gerade auf der Linken, zu.
Debatten über utopisches Bewusstsein scheitern aber leider sehr oft daran, dass verschiedene Verwendungsweisen des Begriffs Utopie nicht ausreichend unterschieden werden. Dieser Band verfolgt daher eine doppelte Zielsetzung: Zum einen werden literarische Roman-Utopien, (früh-)sozialistische Siedlungs-Utopien und politische Utopien nterschieden und historisch eingeordnet. Zum anderen liegt der Schwerpunkt des Buches bei den Utopiedebatten des 20. Jahrhunderts, in denen sich diverse AutorInnen darum bemüht haben, die Funktionen von Utopie für eine emanzipatorische Linke auszuloten. Als Ausdruck von Bestrebungen und Kritik am Bestehenden, als Möglichkeitssinn und Motivation von Bewegungen, als Artikulation von Bedürfnissen, linke Tradition und strategische Option

wird Utopie zu einer Denkfigur kritischer Theorien.
Utopien sind dabei nicht das Abbild einer besseren
Zukunft, sondern Gegen- und Leitbilder ihrer Gegenwart.
Die Arbeit am Begriff der Utopie, zwischen Bilderverbot
und Grundriss, soll zur Reaktualisierung utopischen
Bewusstseins als subjektiver Faktor in Kämpfen um
Befreiung beitragen.

... gut lesbare, spannende und streitbare Einführung in den Begriff und die Geschichte utopischen Denkens...
Michael Böse in «Marxistische Blätter», 6/15

Utopien sind Thema im Philosophieunterricht, ebenso spielen Sie in den Fächern der Politischen Bildung und im Sprach(en)unterricht eine wichtige Rolle. Dieses Buch setzt einen neuen Akzent, der in den Unterrichtszugängen weniger gepflegt wird: Vom Roman zur Denkfigur. Es bietet für Studierende, Lehrkräfte und fortgeschrittene SchülerInnen der Sekundarstufe II Informationen und Diskussionsimpulse.
Materialien «Bildung für eine nachhaltige Entwicklung» ─ Philosophie-lernen

Der Autor durchforstet die Geschichte, setzt die jeweiligen Utopien in den politischen Zusammenhang ihrer Zeit und liefert so ein intellektuell anspruchsvolles Werk, das die große Bedeutung von Utopie in Geschichte und Zeitgeschichte verständlich macht. Auch die Frage, wie Utopie heute emanzipativen Bewegungen dienlich sein kann, wird breit diskutiert. Keine leichte Lektüre, geeignet für ernsthaft am Thema Interessierte.
Roman Schweidlenka in «bibliotheksnachrichten», 4/2015






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Cover

Alexander Neupert-Doppler

Neupert-Doppler, Alexander:
Utopie
Vom Roman zur Denkfigur
1. Auflage 2015
196 Seiten, kartoniert
ISBN 3-89657-683-6
10,00 Euro

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