Antispeziesismus


Kaum eine andere emanzipatorische Forderung verhallte im Gang der Geschichte immer wieder derart ungehört wie der Ruf nach der Befreiung der Tiere. Dabei existiert zur Thematik eine weit zurückreichende, genuin linke theoretische – und auch praktische – Tradition. Die sich momentan bildende Tierbefreiungsbewegung muss als geistige Erbin früherer Bewegungen betrachtet werden, auf deren Wirken sie aufbaut. In einem Streifzug durch die Geschichte modernen emanzipatorischen Denkens wirft dieser Band deshalb einige Schlaglichter auf diese Tradition – um sie aus ihrem Schattendasein zu holen, und um schon einmal gemachte Ansätze zur theoretischen Begründung einer Bewegung zur Befreiung von Mensch und Tier heutigem kritischen Denken zugänglich zu machen und sie zur Diskussion zu stellen. Im Anschluss wird die Entstehung der modernen Bewegung im Rahmen der sozialen Protestbewegungen und der linken Subkultur im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts beschrieben.
Der Band zeigt auf: Der Tierbefreiungsgedanke, der stets als Konsequenz, Fortsetzung und Erfüllung der auf den Menschen bezogenen emanzipatorischen Forderungen verstanden worden ist, ist genuin links; die Grundthese des Autors lautet: Das Streben nach der Befreiung der Tiere und der Wunsch, die Menschheit zu emanzipieren, verfolgen keine unterschiedlichen Ziele oder Interessen und lassen sich nicht gegeneinander ausspielen, im Gegenteil gilt: Tierbefreiung ist Voraussetzung und Resultat der Emanzipation des Menschen.

«Antispeziesismus» ist die gelungene Suche nach vegetarisch lebenden oder Mensch-Tier-Verhältnisse kritisierenden Menschen und Gruppen aus mehreren Jahrhunderten linker Bewegungen. Dieses Buch, gerade in dieser Reihe, hat das Potenzial, in der speziesistischen und anthropozentrischen Linken neue Diskurse um Tierbefreiung auszulösen oder zumindest die Vorbehalte mancher Linker gegenüber Antispieziesismus zu senken. Damit ist es nicht nur interessant für die Tierrechts-/Tierbefreiungbewegung, sondern kann auch für die radikale Linke und für die Auseinandersetzung mit der speziesistischen Linken von Bedeutung werden. Das Buch stellt ein absolutes Novum dar, denn nie zuvor wurde versucht, diese Traditionslinie in einem deutschsprachigen Werk zu rekonstruieren.
Andre Gamerschlag in «Tierbefreiung», September 2013

Verf. ist eine kompakte, hervorragend lesbare und argumentativ überzeugende
Einführung gelungen.
Christian Stache in «Das Argument», 307/2014

Rude gelingt es, die entstandenen tierschützerischen, tierrechtliche, vegetarischen und veganen Strömungen inmitten ihres jeweiligen sozialen Kontexts zu beschreiben, seien es die Englische, die US-amerikanische oder die Französische Revolution bis hin zur Pariser Kommune, und so Vorurteilen angeblicher Ferne von Klassenkämpfen die Grundlage zu nehmen.
libertäre buchseiten zu ´«Graswurzelrevolution», März 2015


In der Tierbefreiungsbewegung bewegt sich einiges: Sie erkennt ihren antikapitalistischen Charakter und stößt auf der Suche nach revolutionärer Theorie auf den Marxismus. Als MarxistInnen sind wir jetzt gefragt, ihnen die Hände zu reichen. Es geht darum gegenseitige Vorbehalte abzubauen und anzufangen in Dialog zu treten. Dieses Buch biette dahingehend zahlreiche Anknüpfungspunkte.
Mark Haydinak in «Marxistische Blätter», 4/2014

Ich persönlich habe bei der Lektüre viel Neues gelernt und kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, die/der sich für Vegetarismus und Veganismus über den wortwörtlichen Tellerrand hinaus interessiert. Toll recherchiert und absolut lesenswert!
Sarah Kaufmann von veganguerilla.de: http://www.veganguerilla.de/lesestoff-antispeziesismus/

Das Buch zeigt, dass der Tierbefreiungsgedanke «als Konsequenz, Fortsetzung und Erfüllung der auf den Menschen bezogenen emanzipatorischen Forderungen verstanden worden ist» und seinen Ursprung in der Solidarität mit Tieren als ebenfalls Ausgebeutete hat. Es ist deshalb nicht nur für Menschen aus der antispeziesistischen Bewegung, sondern für alle, die für eine solidarische Gesellschaft frei von Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen, unbedingt zur Lektüre zu empfehlen.
Vorwärts, die sozialistische Zeitung, 6.12.2013

Meine Ausgabe ist mit vielen Textmarkierungen versehen, denn es gibt unendlich viele Aussagen, Fakten, so viele geschichtliche Ereignisse, die mir bis dato nicht bekannt waren und die – wie ich finde – (besser) bekannt sein sollten. Ich kann euch das Buch wirklich sehr empfehlen und lege es euch ans Herz, besonders wenn ihr mehr über die Geschichte des Vegetarismus/Veganismus erfahren wollt.
Susanne vom Online-Magazin Deutschland is(s)t vegan

...legt der Verfasser ... eine imposante kleine Enzyklopädie von Eingriffen kritischen Denkens in die Geschichte der Klassenkämpfe für die Befreiung von Menschen und Tieren vor.
«kritisch-lesen.de»

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Cover

Matthias Rude

Rude, Matthias:
Antispeziesismus
Die Befreiung von Mensch u. Tier in d. Tierrechtsbewegung und d.Linken
1. Auflage 2013
204 Seiten, kartoniert
ISBN 3-89657-670-4
10,00 Euro

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