Theorie.org erreicht 20 Einzeltitel

21. Oktober 2011

Mit den beiden Neuerscheinungen  “Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland” von Ralf Hoffrogge sowie “ANTIFA” von Mirja Keller, Lena Kögler, Moritz Krawinkel und Jan Schlemermeyer besteht Theorie.org mittlerweile aus zwanzig Einzeltiteln, die in den letzten neun Jahren erschienen sind, und die ein breites Spektrum linker Themen abdecken.

Zudem bahnt sich die nächste runde Zahl an: Michael Heinrichs Einführung “Kritik der politischen Ökonomie” wird im Frühjahr die  zehnte Auflage erreichen.

Dies war zu Beginn der Reihe nicht absehbar und gibt dem Verlag natürlich zusätzliche Motivation. So entsteht auf der Theorie.org-Homepage seit geraumer Zeit mit großem Aufwand ein wohl einmaliges Reihen-Gesamtregister. Die Leserinnen und Leser können sich zu jedem einzelnen Band ein PDF-Register zum kostenlosen Download erstellen oder in Titel-Kombinationen recherchieren oder sich ein Gesamtregister erstellen, auch die Suche nach einzelnen Begriffen ist möglich. Dies ist ein starkes Feature, nicht nur für wissenschaftliche Arbeit, welches auch für die kommenden Titel weitergeführt werden wird.

Veranstaltungen zu Arbeiterbewegung, Sozialismus, Marxlektüre heute und Alkoholismus

17. Oktober 2011

Alkohol und Sozialismus – Diskussionsveranstaltung am 28.10.

Das Thema “Drogen und Politik”  wurde nicht erst von den 1968ern diskutiert,
sondern schon in den 1890er Jahren gab es eine heftige Debatte dazu. Im
Mittelpunkt stand der Alkoholkonsum der Arbeiterklasse und damit verbunden
die Frage: Vertragen sich Sozialismus und Alkohol? Oder ist absolute
Nüchternheit die Voraussetzung für politische Kämpfe?

Interessanterweise setzten sich damals nicht die Drogengegner durch: der
marxistische Chefideologe Karl Kautsky argumentierte zwar gegen die
Trunksucht, aber verteidigte vehement die Arbeiterkneipe als zentralen
Organisationsort und Treffpunkt der Bewegung. Die Mehrheit folgte dieser
Ansicht. Man erkannte damit eine gängige Praxis an: Seit der stärkeren
Verbreitung obergärigen Biers in den 1870er Jahren hatte eine wachsende
Mehrheit der Arbeiterklasse den anfänglichen Elendsalkoholismus überwunden
und eine eigene Kneipenkultur entwickelt. Diese Kneipenkultur stellte, was
oft übersehen wird, die soziale Basis für alle politischen Aktivitäten der
klassischen Arbeiterbewegung dar. Der Historiker Ralf Hoffrogge wird in
einem kurzen Vortrag dem Publikum den Zusammenhang von Sozialismus und
Alkohol näherbringen

am 28.10.2011, 19:30 Uhr im FAU-Lokal, Lottumstr. 11, 10119 Berlin

http://bewegung.taz.de/termine/%E2%80%9Ealkohol-und-sozialismus%E2%80%9C

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Marxismus – Wissenschaft, Bewegung oder Weltanschauung? Veranstaltung mit Michael
Heinrich und Ralf Hoffrogge am 2.11.

Nicht nur auf dem Straßenschild am Eingang der Neuköllner Karl-Marx-Straße
wird Marx bis heute als “Begründer des Wissenschaftlichen Sozialismus”
vorgestellt. Seine Theorie gilt als Übergang von einer
politisch-utopischen hin zur historisch-ökonomischen Gesellschaftskritik.
Selbst Westberliner Sozialdemokraten, bis heute zuständig für die
Neuköllner Straßenbeschilderung, erkennen Marx in diesem Sinne als
Philosoph und Wissenschaftler an.

Dennoch ist Marx Lehre nicht nur von seinen KritikerInnen immer wieder als
“Weltanschauung” oder gar “Glaubensbekenntnis” bezeichnet worden. Gerade
innerhalb der sozialistischen Bewegung wurde das Bedürfnis nach
Weltanschauung durch eine einfach gestrickte Lesart von Marx´ und Engels
Schriften befriedigt: In der Hochphase der sozialistischen Bewegung vor
1933 las kaum jemand Marx im Original, seine Ideen waren durch populäre
Broschüren anderer AutorInnen bekannt und dienten vor allem zur Markierung
einer gemeinsamen Gegenkultur. Im Staatssozialismus wurde diese an Marx
als Markenzeichen orientierte “Anwendung” bis zur Parodie weitergeführt.

Aus dieser Situation heraus ergaben sich zahlreiche Versuche, den
“eigentlichen Marx” zu entdecken oder ihn in einer “Neuen Marx-Lektüre”
wieder als analytisches Werkzeug für Gesellschaftskritik nutzbar zu
machen. Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass in Zeiten
angeregter Theoriebildung nicht unbedingt auch die sozialistische Bewegung
florierte. Im Gegenteil: Da, wo ein schlichter und populärer Marxismus
vorherrschte, war auch die Bewegung stark. Neue Marx-Lesarten entstanden
hingegen oft in Zeiten, in denen die Bewegung völlig geschlagen war.
Beispiele sind die “Gefängnishefte” des im italienischen Faschismus
eingekerkerten Sozialisten Antonio Gramsci oder die Frankfurter Schule im
amerikanischen Exil der 1940er Jahre.

Ist also ein popularisierter Marxismus notwendig? Wenn ja, wo hört
Popularisierung auf, wo fängt verkürzte Kapitalismuskritik an? Oder
brauchen wir die Kürze? Ist der Preis für wissenschaftliche Genauigkeit,
daß die Marxsche Theorie zur esoterischen Beschäftigung eines kleinen
Kreises von SpezialistInnen wird? Diese Fragen wollen der Ökonom Michael
Heinrich und der Historiker Ralf Hoffrogge mit allen Interessierten
diskutieren.

Heinrich ist Autor der bekannten Einführung “Kritik der Politischen
Ökonomie” in der Reihe*theorie.org*, von Ralf Hoffrogge ist eine Einführung zu “Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland”
in derselben Reihe erschienen.

Die Veranstaltung findet statt an der FU Berlin am 2.11.2011 um 18 Uhr,
im Raum L 113 im Seminarzentrum der Freien Universität Berlin, Silberlaube, Habelschwerdter Allee 39-45, U Bhf Thielplatz

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Vom Pöbel zum Proletariat – Diskussionsveranstaltung am 15. 11.

Angesichts des aktuellen Gegensatzes von Massenarbeitslosigkeit für die
einen und gesteigerter Arbeitshetze für andere spielen Forderungen nach
Grundeinkommen und radikaler Arbeitszeitverkürzung derzeit eine große
Rolle. Arbeit und Existenz sollen entkoppelt werden, ein würdiges Leben
auch ohne Lohnarbeit möglich sein. Statt des alten Kampfes der
Arbeiterbewegung für bessere Löhne wird ein “Kampf gegen die
Arbeitsgesellschaft” gefordert.

Dieser Kampf ist kein neues Phänomen: bereits Anfang des 19. Jahrhunderts
und auch schon vorher widersetzten sich radikale Handwerker, städtische
Unterschichten und Tagelöhner dem aufkommenden Zwang zur Lohnarbeit. Feste
Arbeitszeiten, Fabrikdisziplin und fremdbestimmte Arbeitsprozesse waren
Phänomene, die in längeren Kämpfen mit Zwang durchgesetzt werden mussten.
Erst nach einer Generation wurde die Lohnarbeit zur unhinterfragten
Realität – und das Schimpfwort “Arbeiter” wandelte sich zu einer positiven
Protest-Identität, die sich in der Revolution von 1848 zum ersten Mal
entfaltete.

Der Workshop beginnt mit einem Impulsreferat zu historischen Kämpfen gegen
die Einführung der Lohnarbeit und stellt dann die Frage, inwieweit diese
Erfahrungen in der heutigen Krise der Arbeitsgesellschaft relevant sind.

Am 15. 11. 2011 um 19:30 im Buchladen “Müßiggang”, Oranienstr. 14a (am
Heinrichplatz), 10999 Berlin

mehr info:http://www.helle-panke.de/topic/3.html?id=999&context=0

Wir trauern um «Moe» Hierlmeier

08. August 2011

Josef «Moe» Hierlmeier, Autor und ständiger freundschaftlicher Begleiter unseres Verlages, ist tot. 1959 irgendwo nahe Regensburg geboren, erlag er am 17. Juni völlig überraschend einem Herzinfarkt. Unser Kontakt zu Moe Hierlmeier bestand seit den Zeiten gemeinsamen Wirkens im einstigen «Bundeskongress Entwicklungspolitischer Aktionsgruppen/BUKO» in den späten 1980er-Jahren und blieb bis heute lebendig. Er plante noch mit seinem Verleger u.a. für den August eine Fahrradtour.

Sein Büchlein «Internationalismus. Eine Einführung in die Ideengeschichte» gehörte zu den ersten Bänden unserer Reihe «theorie.org» und war sicherlich schon allein deshalb ein Erfolg, weil der politische Mensch «Moe» die darin enthaltenen Diskussionen, Fragestellungen und Überzeugungen intensiv wie wenige andere selbst gelebt hat. Wir haben uns sehr auf seinen Band zu “Strukturalismus” gefreut, der nun nicht erscheinen wird.

Wie kann man ein Netzwerk kontrollieren?

28. Juni 2011

beigetragen von Gernot Ernst

Das Wissen über komplexe Systeme ist in den letzten Jahrzehnten erheblich gestiegen. Wie man allerdings komplexe Systeme steuern kann, ist weit weniger klar. Am 12. Mai wurde dazu ein Beitrag veröffentlicht, der ein wesentlicher Fortschritt darstellt. Er stammt von dem bekannten Netzwerkforscher Barabási und seinen Mitarbeitern Liu und Slotine und wurde in Nature als Artikel veröffentlicht (dazu muss man wissen, das Nature nur wirkliche sensationelle Resultate in Artikelform akzeptiert).

Die Forscher interessierten sich genau für diese Frage: wie kann ich ein Netzwerk kontrollieren. Kontrolle, das bedeutete für sie, das Netzwerk in einem beliebigen Zustand bringen zu können. Ohne Zweifel kann man das, wenn man den Zustand aller Netzwerkknoten verändern kann. Interessant ist aber, ob das auch mit Kontrolle über einem Teil der Netzknoten geht. In Small-World-Netzwerken würde man erwarten, dass die einfachste Kontrollmethode die Beherrschung der „Hubs“, also der Netzwerkpunkte sein müsste, die viele Verbindungen haben. Im Internet wären das zum Beispiel Seiten wie Google oder Yahoo, die sehr zentral im Netz sind. Aber ist das auch wirklich so?

Als Methode benutzten sie klassische mathematische Netzwerkmethoden, kombinierten sie aber mit Kontrolltheorie (etwas, was Ingenieuren vertraut ist), genauer gesagt mit etwas, was als Kalmans Kontrollrang-Bedingung (Kalman’s control rank condition) bekannt ist. Sie entwickelten das zunächst theoretisch, um es dann auf konkrete bekannte Netzwerke anzuwenden.

Zunächst fanden sie, dass die Methode tatsächlich funktioniert. Man kann also mathematisch herausfinden, wie viele Netzwerkpunkte notwendig sind, um das gesamte System zu beherrschen. Und dann fanden sie etwas wirklich Überraschendes heraus: Es waren keineswegs die Netzwerkpunkte mit den meisten Verbindungen, die zählen. Um ein politisches Netzwerk zu beherrschen, muss man also nicht unbedingt die Politiker beherrschen, die am meisten Beziehungen haben. Allerdings ist es noch nicht möglich herauszufinden, wen man beherrschen muss (das ist vielleicht gut so…).

Ein anderes Ergebnis ist, dass sie messen konnten, wie leicht (oder schwer) ein Netzwerk überhaupt gesteuert werden kann. Und auch da ergaben sich Überraschungen. So sind zum Beispiel genetische Netzwerke extrem schwierig zu steuern (was Konsequenzen für zum Beispiel die Medikament-Entwicklung haben kann). Dagegen sind soziale Netzwerke bei weitem leichter zu steuern als erwartet. Das betrifft sowohl soziale Netzwerke als auch Organisationen.

Die Arbeit dieser Autoren hat die Komplexitätstheorie auf einen Schlag deutlich weitergebracht. Dieser Artikel ist in meinen Augen nobelpreiswürdig, in einer Reihe zu nennen mit Veröffentlichungen von Duncan Watts oder Steven Strogatz. Das bedeutet zwar noch nicht, dass komplexe Systeme wirklich steuerbarer wären. Unser Verständnis für sie aber ist beträchtlich gestiegen.

Liu YY, Slotine JJ, Barabási AL: Controllability of complex networks. Nature 2011, 473: 167-173 (Kommentar von Magnus Egerstedt S. 158-159 im gleichen Heft).

Rezension von Gisela Notz´ Theorien alternativen Wirtschaftens. Fenster in eine andere Welt

03. Mai 2011

www.dielinke-bremen.de/politik/kultur/solidarische_oekonomie_ein_wegweiser_und_ein_denkweiser/

Computermodelle zur Aufstandsbekämpfung – eine Aktualisierung

26. April 2011


von Gernot Ernst, Autor von Komplexität.  «Chaostheorie» und die Linke

In dem Kapitel ”Revolution in der Komplexitätstheorie” erwähnte ich anhand eines Beispieles der Universität von Maryland („SOMA Terror Organization Portal (STOP)“. SOMA steht für „Stochastic Opponent Modeling Agents“ und beschreibt eine Modelltechnik mit der das Verhalten von „terroristischen Gruppen“ vorhergesagt werden soll. In der letzten Märzausgabe der wichtigsten naturwissenschaftlichen Zeitschrift Nature wird dieses Thema aufgegriffen (Sharon Weinberger: Web of War. Nature 2011 (March 31), 471: 566-568) In ihm werden die Hoffnungen, aber auch die Rückschläge der vom Verteidigungsministerium der USA geförderten computerbasierten Sozialforschung beschrieben.

Zur Geschichte des Irakkrieges gehört faktisch, dass Saddam Hussein mit Hilfe einer Netzwerkanalyse gefasst wurde. Ursprüngliche Suchstrategien schlugen feil, so dass ein Soziogramm seiner sozialen Umgebung erstellt wurde – allerdings statisch und per Hand. Diese Techniken sind in der Soziologie bereits seit den 70ern im Einsatz. 2011 will aber das Verteidigungsministerium 28 Millionen Dollar für Forschung mit Computermodellen ausgeben. Vermutlich handelt es sich um weit höhere Beträge, da ebenfalls verschiedene Armeeforschungsinstitute und DARPA (Defence Advanced Research Projects Agency; ja, dass sind die, die das erste Internet in Gang gesetzt haben) sich in diesem Bereich engagieren.

Der Artikel zitiert unter anderem die Untersuchungen von Kathleen Carley, die ein Modell Namens Organizational Risk Analyser (ORA) entworfen hat. Kurz beschrieben betreibt das Modell eine automatische Datenanalyse, deren Ergebnisse dazu benutzt werden, um wichtige Menschen und Gruppen innerhalb der sozialen Dynamik zu identifizieren um sie dann laut Carley „mit diplomatischen Verhandlungen oder militärischen Aktionen anzugreifen“. In der Praxis  auf den Sudan angewandt ergab das Programm kaum mehr als das, was Experten bereits wussten. Zudem zeigte sich die Gefahr von automatisierten Prozessen, als ein gewisser Mohammed, Gründer des Islams korrekt als Schlüsselperson identifiziert wurde. Verhandlungen oder militärische Aktionen dürften allerdings zu spät sein, da er im Jahre 632 verstarb.

Diese Entwicklung birgt mehre Gefahren in sich. Unkritische Benutzung von Modellen kann buchstäblich Menschenleben kosten. Ein Computermodell ist nie besser als das Konzept, was dahinter steht. Ist das Konzept schlecht, so sind die Vorhersagen nichts wert. Schlimmer noch, wenn man auf Grund eines Modells Schlüsselgruppen oder Personen „diplomatisch oder militärisch angreift“ und danach kein Aufstand stattfindet, ist das natürlich nicht der Beweis des Modells. Vielleicht waren die Personen gar nicht wichtig und es hätte sowieso kein Aufstand statt gefunden. Solche militärisch unterstützte Forschung kann auch den ganzen Forschungszweig in Misskredit bringen. Einer der Pioniere des Feldes, Robert Axtell wird in dem Artikel sehr skeptisch zitiert, laut ihm benötigt die modellbasierte Sozialforschung noch 20, vielleicht 100 Jahre um überhaupt menschliches Verhalten besser verstehen zu können. Allerdings ist dennoch nicht zu unterschätzen, dass kleinere Modelle (beispielsweise zum Kommunikationsverhalten von Widerstandsgruppen) schon bald wirkliche Polizeiaktionen auslösen können. Wie groß das Interesse für diese Modelle ist, habe ich auf Kongressen erfahren, als ich sie warnend als Beispiel zitierte. Wissenschaftler aus Staaten mit ausgeprägter Repression wie Kolumbien waren sehr interessiert. Nicht an den Warnungen, sondern an den Modellen.

Rezensionen von “Kritik der Religion und Esoterik”

31. März 2011

Manuel Kellners Buch wurde von der LitGes in St Pölten besprochen:

http://www.litges.at/litges2/index.php?option=com_content&task=view&id=1895&Itemid=51

Kritische Arbeitssoziologie

17. März 2011

Der Titel von Alex Neumann wurde ausführlich rezensiert von

Grundrisse, Wien

http://www.perspektiven-online.at/2010/12/14/auf-der-suche-nach-den-subjekten/

Rezensionen: Geschlecht. Wider die Natürlichkeit

09. März 2011

Bettina Enzenhofer urteilt in ihrer Rezension „Emanzipatorische Biologiekritik“: „Wer bislang noch nichts von Heinz-Jürgen Voß gelesen hat, sollte dies nun unbedingt nachholen – uneingeschränkt empfohlen sei sein neuestes Buch “Geschlecht. Wider die Natürlichkeit”. Waren schon seine Dissertation („Making Sex Revisited“, siehe an.schläge 06/2010) und etliche seiner Artikel (z.B. über die Komplexität von Geschlecht, über Intersexualität etc.) wegweisend, so destilliert Voß seine Erkenntnisse nun nochmals: Noch verständlicher geschrieben, noch mehr Einbettung in gesellschaftskritische Ansätze (z.B. von Karl Marx, Simone de Beauvoir) und durch einige “Exkurse” noch nachvollziehbarer. Das Buch wurde unlängst sogar vom Bildungsserver Hessen als Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II empfohlen.“ (an.schläge – das feministische Monatsmagazin, Juli/August 2011, S.38, www.anschlaege.at)

Heinz-Jürgen Voß` Buch wurde u.a. hier besprochen:

http://dasendedessex.blogsport.de/images/rezension_geschlecht_wider_die_natrlichkeit_von_katrin_kaempf_in_l_mag.jpg

Ein Video zum Thema „Zur gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht“ mit dem Autor  findet sich hier:

http://vimeo.com/20880395

Anja Gregor rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ auf Mädchenblog. Die vollständige Rezension findet sich hier.

Katrin Kämpf urteilt in der L.Mag: “Eine lesenswerte und sehr zugängliche Kampfansage an die Zweigeschlechterordnung.”
Salih Alexander Wolter schreibt in “red & queer”: “Heinz-Jürgen Voß, eben 31 geworden, gebürtiger Sachse und in der queer-politischen Szene seit Jahren als quirliger linker Aktivist bundesweit bekannt, ist Diplom-Biologe und promovierte im vorletzten Dezember „summa cum laude“ bei dem Sexualwissenschaftler Rüdiger Lautmann in Bremen. Diese Dissertation – unter dem Titel „Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“ vor Jahresfrist veröffentlicht – wird seither ungewöhnlich breit und kontrovers rezipiert und geht demnächst in die dritte Auflage. „Geschlecht – Wider die Natürlichkeit“ stellt einerseits eine auch für Nicht-Fachleute gut verständliche Zusammenfassung der Studie dar und nimmt andererseits die laufende Debatte auf, in der sich Voß gegen die verbreitete Tendenz stellt, „subversives“ queeres Denken mit der kapitalistischen Ordnung zu versöhnen. [...] Voß [verweist] auf Marx, der uns lehrt, “zu verstehen, dass der Mensch stets ein gesellschaftliches Wesen ist – und warum uns das Verständnis für diese Gesellschaftlichkeit so schnell entgleitet”.”

Unermüdliche “Kritik der Politischen Ökonomie”

20. Januar 2011

Seit 20. Januar 2011 ist Michael Heinrichs “Kritik der Politischen Ökonomie ” in  mittlerweile 9. Auflage wieder lieferbar.